Eine (kapitalbildende) Lebensversicherung ist für viele Sparer nach wie vor Teil ihrer Altersvorsorge. Aber Niedrig-Zisen haben dafür gesorgt, dass sie sich immer weniger lohnen. Ändert sich das gerade wieder?

Für Generationen galt die klassische Lebensversicherung als zentrales Element der Vermögens-Vorsorge. Immerhin konnte man mit relativ kleinen Raten über einen langen Zeitraum Geld ansparen und gleichzeitig noch den Partner oder die Kinder absichern. Der Bestand an LV-Verträgen betrug 2023 laut GDV (Gesamtverband der Versicherer) bei 80,7 Millionen – statistisch hat also fast jeder Deutsche eine Lebensversicherung.

Zinsen steigen wieder

Eine lange Zeit tendierten die Zinsen am Kapitalmarkt gen Null – und das Neugeschäft mit der klassischen Kapitallebensversicherung schlecht. Doch aktuell können Versicherte wieder auf etwas höhere Rendite bei dieser Form der Kapitalbildung hoffen: Bundesfinanziministerium und Finanzaufsicht BaFin beschließen seit 30 Jahren die erste Erhöhung.

An diesem Zinsniveau orientieren sich meist die Garantieverzinsungen neuer LV-Verträge. Und darüber hinaus dürften sich auch die Überschussbeteiligungen, zu deren Ausschüttung die Konzerne verpflichtet sind, ebenfalls erhöhen.

Aber wird diese Anlageform damit automatisch die richtige für jede Anlage- und Vorsorgestrategie?

Lebensversicherungen – beliebt, aber teuer

Bereits im letzten Jahr hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) viele deutsche Lebensversicherer ermahnt, weil ihre Kosten zu hoch seien. Julia Wiens, Chefin der Versicherungsaufsicht:

Lebensversicherungen sollen den Absicherungsbedürfnissen und Renditeerwartungen der Kundinnen und Kunden gerecht werden. Das klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist es aber leider nicht.

13 der knapp 90 deutschen Lebensversicherer sind der BaFin wegen zu hoher Abschlussgebühren und ungewöhnlich hoher Stornoquoten in den ersten Jahren nach Abschluss aufgefallen.

Vorzeitiger Ausstieg kann teuer werden.

Viele Kunden, die eine Lebensversicherung abschließen, steigen vorzeitig wieder aus – zu oft hohen Stornokosten. Speziell in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss fällt ein großer Teil der Kosten an. Aber auch die Effektivkosten eines Vertrages können die Rendite unverhältnismäßig schmälern. Es kommt also immer auf die ganz persönlichen Ziele und Wünsche an – und auf die Wahl des richtigen Partners –, ob Lebensversicherungen ein richtiges Werkzeug für die Altersvorsorge und Risikoabsicherung sind.

Lebensversicherung als Altersvorsorge

Mit den MoneyBees die beste Strategie entwickeln

Je nachdem, in welchem Lebensabschnitt und in welcher Lebenssituation Sie sich befinden, können die richtigen Tools zur Risikoabsicherung und Altersvorsorge ganz unterschiedliche sein. Wir wissen, für wen eine kapitalbildende Lebensversicherung (noch oder wieder) das Richtig ist und wer sich das sparen und lieber andere Wege beschreiten sollte. Unser gewissenhafter Ansatz langfristiger Vermögensberatung bei den MoneyBees ermöglicht unseren Kunden, bei maximaler Sicherheit das Beste für sich herauszuholen.

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