Masterplan für finanzielle Unabhängigkeit

Man braucht es nur zu googeln, und schon findet man reichlich Patentrezepte für ein finanziell sorgloses Leben. Ob als Buch bei amazon (etwa Die Kunst der finanziellen Freiheit: Der ultimative Masterplan für Wohlstand, Unabhängigkeit und ein Leben ohne Grenzen), als eierlegende Wollmilchsau der Banken oder als „Geheimtipp“ der Fachpresse: An jeder Ecke verspricht irgendwer die ganz einfachen Lösungen. Es gibt online sogar „Finanzielle Freiheit Rechner“, die das benötigte Kapital und die monatliche Sparrate ermitteln.

Ihre MoneyBees haben die diversen Heilsversprechen für Sie auf den Prüfstand gestellt.

Was ist eigentlich finanzielle Unabhängigkeit?

Finanziell frei ist, wer seinen Lebensunterhalt ausschließlich mit passivem Einkommen bestreiten kann und nicht von einem monatlichen Gehalt abhängig ist. Die Idee dahinter ist also immer, nicht mehr arbeiten gehen zu müssen. Wer finanziell unabhängig ist, kann sein Leben in vollen Zügen genießen und sich persönliche Wünsche erfüllen. Beides kann man auch mit „Souveränität in Geldangelegenheiten“ umschreiben.

Etwas genauer betrachtet, muss man finanzielle Unabhängigkeit und finanzielle Freiheit aber unterscheiden. Man kann sich bereits finanziell unabhängig fühlen, wenn das monatliche Gehalt ausreicht, bequem und ohne Einschränkungen zu leben. Fixkosten sind gedeckt, Hobbys können bezahlt werden und es bleibt noch etwas übrig, um zu sparen oder zu investieren. Finanziell so richtig frei ist, wer das Ganze ohne ein monatliches Gehalt, also ohne Arbeit hinbekommt.

Wie viel Geld brauche ich, um finanziell unabhängig zu sein?

In unseren Beratungen werden wir oft danach gefragt, was man besitzen muss, um finanziell unabhängig zu sein. Dabei hängt das vollkommen von Ihren persönlichen Zielen und Wünschen und von Ihrem Lebensstil ab. Der eine kommt dazu mit seinem abbezahlten Reihenhaus und bescheidenen Ansprüchen mit einem Bruchteil von der Summe aus, die der andere braucht, um seine Yacht zu unterhalten, Kunst oder Oldtimer zu sammeln (für viele ein und dasselbe) und die Welt zu bereisen.

Welche mutmaßlichen Patentlösungen gibt’s?

Anlageberatung, finanzielle Sicherheit und persönliche Absicherung sind Themen, die aus unserer Sicht grundsätzlich in die Hände oder Köpfe von erfahrenen, unabhängigen und empathischen Beratern gehören. Und die so individuell und vielfältig sind wie die Lebenssituationen der Menschen, die wir beraten. Also kann kein Masterplan auf der Welt für jeden richtig sein. Aber hier ein paar Beispiele, wie einige der „einfachen Lösungen“ funktionieren sollen.

Die 4-Prozent-Regel

Das Prinzip ist hier, so früh wie möglich zu sparen und zu investieren, um ab einem bestimmten Zeitpunkt von der Rendite leben zu können. Sowie eine bestimmte Summe angespart ist, können Sie jährlich 4 % davon zum Leben verwenden, ohne dass das Vermögen schrumpft. Aber wie hoch müssen die Ersparnisse dafür sein? Das hängt wie gesagt von den persönlichen Ansprüchen ab. Und um die zu ermitteln, multipliziert man einfach sämtliche Ausgaben eines ganzen Jahres mit 25 und erhält das benötigte Kapital. Bloß: Wie erwirtschafte ich denn dieses Kapital?

Hier werden dann häufig wieder Daumenregeln aufgestellt: Weltweit gestreute ETF (Exchange Traded Funds – börsengehandelte Indexfonds) mit 8 Prozent Rendite machen aus einem Startkapital von 10.000 € in 25 Jahren knappe 500.000 Euro. 4 % davon, also 20.000 €, könnte so jemand also jedes Jahr verjubeln, ohne das Vermögen zu verkleinern.

Unsere Kritik an der 4 %-Regel:

Unser Fazit

Die Vier Prozent Regel mag für den einen oder anderen Menschen eine hilfreiche Faustformel sein, um einen groben Richtwert auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu ermitteln – Stichwort: „Ausgesorgt haben“. Eine fundierte, persönliche Beratung berücksichtigt jedoch auch Sicherheitsaspekte, Nebenkosten und vor allem Ihre ganz individuelle Lebenssituation. So kann man zum Beispiel auch mit einer kleinen monatlichen Geldanlage schon sein Vermögen langfristig vermehren.

Die Fachpresse

Mit scheinbar mühelosen Wegen zur finanziellen Unabhängigkeit durch einen Wissensvorsprung werben zahlreiche Börsenmagazine und Fachzeitschriften offline wie online. Wer abonniert, begibt sich quasi von selbst auf die Reise zur Steigerung von Lebensstandard und Wohlbefinden und einem rundum stressfreien Leben.

Die Geheimtipps erschöpfen sich allerdings meistens darin, ein grundlegendes Verständnis des Aktienmarktes zu erwerben, die Zusammenhänge der Börsenwelt zu verstehen und so Potenziale zu erkennen und eigene Investmentstrategien zu entwickeln. Praktisch alles, was dort steht, ist richtig: Es erfordert Wissen, Strategie und die richtige Begleitung, um bei Investitionen, Vermögensaufbau und Absicherung keinen Schiffbruch zu erleiden. Ja, der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit ist ein Marathon, kein Sprint. Ja, zuallererst kommt eine Bestandsaufnahme der eigenen finanzielle Situation. Ja, Ziele muss man klar definieren, um sie zu erreichen. Es sind in der Regel Plattitüden und Worthülsen, die einem völligen Laien durchaus hilfreich sein können:

Unser Fazit

Ach guck – auch die Fachpresse empfiehlt Beratung durch Experten. Die MoneyBees haben es tagtäglich mit Klienten – privat wie geschäftlich – zu tun, die alles andere wollen, als für ihre finanzielle Unabhängigkeit selbst zum Finanzberater werden zu müssen. Dafür gibt es ja uns.

Wer ein rechtliches Problem hat, sollte ja auch nicht zuerst Jura studieren müssen, sondern sich auf seinen Anwalt verlassen. Wer krank ist, braucht kein Medizinstudium, sondern einen fähigen Arzt. Und wer die richtige Strategie für seine persönliche Altersvorsorge, Absicherung und Investitionen braucht, kommt zu den MoneyBees. Ganz einfach.

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